braune Maulwurfsgrille

Hat ähnliche Beine wie ein Maulwurf, ist aber eine Grille. Konkret die Maulwurfsgrille, auch Werren genannt. Sie ist eine gefährdete Tierart und man trifft sie meist im Garten an. In unterirdischen Gängen fühlt sie sich wohl, kann aber auch fliegen und schwimmen. Ja, sogar schön singen, vor allem während der Paarungszeit von Ende Mai bis Ende Juni. Zum Graben besitzen die Tiere wie der Maulwurfgrosse Grabschaufeln. Damit können sie auch ganz gut zupacken, sind aber für uns völlig ungefährlich. Hat man Maulwurfsgrillen im Garten, heisst das, dass dieser gesund ist. Denn die Grille reagiert sehr empfindlich auf Pestizide. Leider hat sie einen Ruf als Schädling, da sie sich manchmal auch von Wurzeln ernährt. Das macht sie aber eigentlich nur, um ihre Eier zu wärmen, denn die Brutkammer baut sie dicht unter der Erdoberfläche und frisst die darüber befindliche Vegetation ab. So kann die Sonne direkt auf die Erde scheinen und diese erwärmen. Das nervt natürlich die Gartenbesitzer, wenn sich kahle Stellen zufällig im Salatbeet oder im schönen Rasen befinden. Mehrheitlich ist sie aber Fleischesserin. Sie jagt Raupen und Larven von anderen Pflanzenfressern und ist damit mehr Nützling als Schädling.

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NATURZYT Ausgabe Juni 2021, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

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