Zwergfledermaus liegt auf Holzboden vor Steinwand im Tageslicht

Frisch geboren nur etwa bienengross und erwachsen kaum schwerer als ein Würfelzucker – die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) ist eine der kleinsten Fledermausarten der Schweiz. In der Schweiz kommt diese Art abgesehen vom Hochgebirge fast flächendeckend vor und kann abends beim Jagen in der Nähe von Strassenlaternen, Gärten oder Waldrändern beobachtet werden. Im Sommer schläft sie tagsüber in Hohlräumen an Gebäuden, aber auch in Fledermauskästen. Die Weibchen bilden zu dieser Zeit Wochenstuben von meist wenigen Dutzend, manchmal aber bis zu 250 Tieren und ziehen dort ihre Jungtiere auf. Auch wenn die Zwergfledermaus durch ihr häufiges Vorkommen nicht unmittelbar bedroht ist, hat sie wie alle anderen Fledermausarten mit dem Verlust von Quartieren und dem Rückgang des Nahrungsangebotes zu kämpfen.

Die Zwergfledermaus ähnelt stark ihren nahen Verwandten Rauhautfledermaus, Weissrandfledermaus und Mückenfledermaus, von welchen sie nur von Fachleuten unterschieden werden kann. Charakteristisch sind ihr meist dunkles Gesicht und bestimmte Zahnmerkmale.

Name:
Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Bestand Schweiz:
unbekannt, häufig

Gefährdungsstatus:
nicht gefährdet

Schutzstatus:
geschützt nach Natur- und Heimatschutzgesetz

Tagesschlafverstecke:
verschiedenste Hohlräume an Gebäuden z.B in Rollladenkästen, Fassadenspalten, aber auch in Fledermauskästen

Jagdlebensraum:
Gärten, Parks, Gewässerufer, Waldränder

Zugverhalten:
kein Langstreckerzieher; Distanz zwischen Sommer- und Winterquartier meist weniger als 20 km

Spannweite:
220–250 mm

Gewicht:
3–6 g Gramm

Verbreitung:
Abgesehen vom Hochgebirge fast flächendeckend in der ganzen Schweiz

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NATURZYT Ausgabe Juni 2022, Text Katja Schönbächler, Fotos Stiftung Fledermausschutz

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