Viele Schnecken brauchen ihr Schneckenhaus, um zu überleben. Ist es ihnen zu kalt oder zu warm, können sie sich darin zurückziehen. Es bietet den Schnecken Schutz. Das Schneckenhaus ist auch fest mit dem Körper der Schnecke verbunden. Wird das Schneckenhaus zerstört, stirbt auch die Schnecke.
Vielleicht war dies ein Grund in der Entwicklungsgeschichte, dass einige Schneckenarten im Laufe der Zeit das Haus so zusagen abgestreit haben. Die Nacktschnecken verfügen dafür über eine besonders dicke und schleimige Haut. Ohne ihr Haus können sie sich, wenn es zu kalt oder zu warm wird, gut unter Steinen oder unter kleinen flachen Hohlräumen, in Ritzen und Spälte verkriechen. Nacktschnecken hinterlassen auch eine stärkere Schleimspur, die die grosse Drüse an der Fusssohle produziert. Diese hilft der Schnecke auch, problemlos über verschiedene Unebenheiten hinwegzukriechen. Und sie sind auch schneller unterwegs, da sie kein Haus mittragen müssen.
Weitere spannenden Themen aus der Tierwelt
Weshalb heisst die Zauneidechse so?
Ist die Raupe des Schwalbenschwanzes giftig?
Waldameisen sind krabbelnde Heizkörper
NATURZYT Ausgabe März 2025, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

