Einmachglas mit eingelegten Buchenknospen

Zur Herstellung von Knospenauszügen (Gemmomazerate) gibt es unter schiedliche Methoden. Dies ist eine einfache Methode, um Gemmomazerate für den Eigengebrauch herzustellen.

Junge Knospen der Buche im Frühling

Die frischen Knospen der Buche einsammeln, aber mit Bedacht und nicht alle von einem Trieb. Die Pflanze braucht zum Weiterleben noch bis die Hälfte aller Knospen. Knospen in einem Stoffbeutel sammeln (Plastiktüten sind ungeeignet), reinigen und sofort nach der Ernte verarbeiten.

Buchen Knospen auf einem weissen Teller

Zutaten: 15 Teile Wasser (Quellwasser oder destilliertes Wasser) und 15 Teile Trinkalkohol 90% gut mischen. 15 Teile pflanzliches Glycerin dazugeben und gutmischen. Geräte: Gläser, braune Flaschen, (Porzellan-)Messer, Sieb, Gaze. Wichtig: immer Trinkalkohol (Trinksprit) verwenden, nie den vergällten und ungeniessbaren Alkohol.

Eingelegte Buchenkonsopen in einem Einmachglas

Die zerkleinerten Buchenknospen werden in das Glas gegeben und mit dem Wasser-Glycerin-Alkohol -Gemisch übergossen. Alle Pflanzenteile müssen bedeckt sein. Glas schliessen. Drei Wochen im Dunklen mazerieren lassen, immer wieder schütteln. Anschliessend den Gemmo-Auszug filtrieren und in dunkle Flaschen mit Pumpsprayaufsatz füllen. Beschriften mit Name des Gemmo-Auszuges und Datum. Die Haltbarkeit beträgt ab hängig von der Lagerung 1 bis 2 Jahre.

Anwendung: Der Buchenknospen-Auszug regt den Stoffwechsel der Leber an, stärkt das Nierensystem, unterstützt das Immunsystem und hilft bei Allergien. Häufig wird der Buchenknospen- Auszug in Kombination mit anderen Gemmomazeraten eingesetzt. Dosierung und Einnahme: am besten zwischen den Mahlzeiten, 3x täglich 2 bis 3 Sprüher in den Mund. Dadurch werden die Inhaltsstoffe über die Mundschleimhaut rasch aufgenommen. Bei akuten Beschwerden halbstündliche Einnahme.

Weitere Rezepturen für Tinkturen und Salben zum selber ausprobieren:

Herstellung einer Vogelmieren-Salbe

Brennnessel Tinktur und Samen

Herstellung von Rosmarin Tinktur


NATURZYT Ausgabe März 2021, Text/Fotos Ernestine Astecker

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