schwarzgelber Salamander läuft über Moos

Den Feuersalamander sieht man eher selten, denn einerseits bevorzugt er kühle und feuchte Laub- oder Mischwälder, wo er sich gut unter Totholz oder flachen Steinen verbergen kann, und anderseits sind gerade diese Lebensräume immer weniger vorhanden, was ihm das Überleben schwer macht. Aber wenn man ihn sieht, ist er beeindruckend, nicht nur von der Farbe, sondern auch weil er der grösste Salamander ist, der in der Schweiz vorkommt. Seine schwarzgelbes Fleckenmuster, gekoppelt mit der glänzenden Oberfläche, zeigt den Feinden schon an: Finger weg. Und wer doch zu nahe kommt, lernt das giftige Sekret kennen, das er ausstossen kann. Denn droht Gefahr, sondert er aus seinen Hautdrüsen ein weissliches Sekret ab. Für Tiere ist dies giftig, für kleinere Tiere kann es sogar tödlich sein. Bei uns Menschen verursacht es ein Brennen auf der Haut, auch beim Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten. Ob dieses Brennen in dem Namen «Feuersalamander» gegeben hat? Leider nein, denn früher glaubten die Menschen, das weisse giftige Sekret sei in der Lage, Brände zu löschen, und warfen ihn zum Brändelöschen ins Feuer.

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NATURZYT Ausgabe Juni 2024, Text Michael Knaus, Fotos AdobeStock

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