Felsen und Oeschinensee mit Wolkenhimmel in Kandersteg im Sommer

Der Kanton Bern ist eine Wasserregion par excellence und besitzt damit nicht nur wertvollen Zugang zu einer der wichtigsten Ressourcen überhaupt, sondern auch eine landschaftliche Schönheit, die immer wieder fasziniert. Hier gibt es viele Orte, um den Kopf auszulüften, denn Wasser wirkt besonders erfrischend auf den Geist. Sei es wegen der Weite, die ein See vermittelt, wegen der Kraft, die ein dahinziehender Fluss ausstrahlt, oder wegen der heilsamen Wirkung, die eine Thermalquelle hat. Wir nehmen dich mit auf eine faszinierende Reise entlang des Wassers.

Bachalpsee in Grindelwald bei Sonnenaufgang
Imposante Aussicht nicht nur auf den Bachalpsee in Grindelwald

Gletschereis und Bergseen in Kandersteg

Das Wasserschloss Kandersteg hütet seine flüssigen Schätze sorgfältig. Nicht alleine im Gletschereis hoch über dem Talgrund speichert es das kostbare Nass, sondern auch in Bergseen. Wie Juwelen sind diese in den schroff en Fels eingebettet – kein Wunder, gehört etwa der Oeschinensee zum UNESCO-Welterbe. Das Kleinod auf 1600 m ü. M. ist per Gondelbahn erschlossen und lädt zum Ruhen unter den Gipfeln des bekannten Blüemlisalp-Massivs. Es bietet zudem ideale Bedingungen zum Fischen oder Rudern vor alpiner Kulisse. Für spiegelglatte und tiefblaue Oberflächen muss der Gast allerdings gar nicht derart hoch hinauf. Unterhalb von Kandersteg wartet mit dem Blausee schliesslich ein weiterer romantischer Naturpark. Im glasklaren Wasser im tiefen Forst fühlen sich Forellen ebenso zu Hause wie die Restaurantgäste direkt am Ufer. Das Wasserschloss hält sein Reservoir also dicht. Andernorts öffnet es seine Tore dagegen bereitwillig: So lohnt sich ein Abstecher ins wilde Gasterntal, wo die Kander entspringt. Aus Gletschern und einer geheimnisvollen Quelle mitten in einer senkrechten Felswand speist sich der Fluss, der die wandelbare Auenlandschaft entscheidend prägt. Weiter talwärts rauscht er dann spektakulär durch die Kanderklus Richtung Dorf.

Reisender Staubbachfall in Lauterbrunnen im Sommer
In Lauterbrunnen ist der höchste freifallende Wasserfall der Schweiz anzutreffen - der Staubbachfall.

Schluchten und Höhlen im Haslital

Alles fliesst. So auch in der Jungfrau-Region. Hier gibt es Wasser in allen Erscheinungsformen. Flüssig oder fest. In grosser Höhe und dunklen Tiefen. Überall in stetigem Fluss. Im Haslital trifft man auf die Aareschlucht. Ein mystisches Erlebnis mit gewaltigen Felswänden und scheinbar unendlichen Höhen. Weiter Richtung Rosenlauital geht es zur wildromantischen Gletscherschlucht Rosenlaui. Ein erfrischendes Naturerlebnis inmitten einer kraft vollen Bergwelt. Nun wird die Grosse Scheidegg überquert und man landet in Grindelwald. Das Gletscherdorf am Fusse des Eigers besticht durch seine Vielseitigkeit inmitten der alpinen Bergwelt. Hier ist bereits die nächste Gletscherschlucht anzutreffen. Der Weg führt über einen weiteren Pass nach Wengen, einem traditionsreichen und autofreien Ferienort am Fusse der Jungfrau. Von hier aus hat man eine fantastische Aussicht auf Lauterbrunnen, das Tal der 72 Wasserfälle. Das U-förmige Tal liegt zwischen gigantischen Felswänden und Gipfeln. Ebenfalls ist hier der Staubbachfall, der höchste freifallende Wasserfall der Schweiz, anzutreffen. Auf dem Weg der 72 Wasserfälle findet man auch die Trümmelbachfälle, die einzigen unterirdisch zugänglichen Gletscherwasserfälle der Welt. Sie alleine führen das Schmelzwasser der Gletscher von der Jungfrau talwärts. Bis zu 20 000 tosende Liter Wasser pro Sekunde. Hinten im Tal befindet sich die Schilthornbahn, welche den Aufstieg vorbei an einem Wasserfall nach Mürren ermöglicht.

Weitere Schweizer Naturregionen im Sommer die es zu erleben gibt:

Appenzellerland, Toggenburg, Heidiland, Schaffhauserland oder Thurgau-Bodensee?

Graubünden Ferien: Rheinschlucht, der Nationalpark und die Alp Flix

Naturerlebnis-Region Luzern-Vierwaldstättersee


NATURZYT Ausgabe Juni 2020, Text / Foto BE! Tourismus

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